Microsoft Office Alternativen

Office: Abo, Kauf oder Umstieg?

Diese Woche wurde ich mit Anfragen zu Office überhäuft, denn Microsoft hat den Support für Office 2021 am 13. Oktober 2026 eingestellt. Wer sein Office danach auf Rat von Microsoft aktualisiert hat, steht plötzlich mit einer Microsoft-365-Version ohne gültige Lizenz da. Wie weiter?

Wer die Office-Programme (Word, Excel, PowerPoint) viel braucht und mit anderen zusammenarbeitet, sollte sich überlegen, das Abo zu lösen. Ich weiss, Abos sind doof. Aber für CHF 99.95 im Jahr hast Du Ruhe und immer die neuste Version. Lebst Du mit Deiner Familie zusammen, kannst Du auch die Family-Lizenz für CHF 139.95 im Jahr lösen und die Kosten teilen.

Bleibt noch der Einmalkauf. Eigentlich meine liebste Option, doch im Moment kaufst Du damit Office Home 2024, obwohl 2027 schon fast an die Türe klopft. Erfahrungsgemäss erscheint 2027 eine neue Version. Wie gross das Risiko ist, bis dahin zu warten, kann ich allerdings nicht einschätzen. Gemäss meiner Recherche wird Office 2024 noch bis Oktober 2029 unterstützt. In drei Jahren stehst Du also wieder am gleichen Punkt.

Du siehst, die Optionen sind nicht sehr berauschend. Da lohnt es sich, nach Alternativen zu schauen.

  • Pages, Numbers und Keynote: Sie sind auf jedem Mac, iPhone und iPad gratis dabei. Du kannst damit Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien öffnen, bearbeiten und über «Exportieren» wieder in diesen Formaten verschicken. Für Briefe, Haushaltsbudgets oder eine Vereinspräsentation reicht das fast immer. Ich persönlich arbeite hauptsächlich mit diesen Programmen.
  • LibreOffice: Ein kostenloses Office-Paket, das Microsoft Office sehr ähnlich sieht. Gut für alle, die an Word und Excel gewöhnt sind. Über ein Sprachpaket lässt es sich auch auf Deutsch einrichten. Toll finde ich auch, dass Du Dateien nicht nur im LibreOffice-Format .odt, sondern standardmässig auch als Word-Datei speichern kannst. Hier laden: https://de.libreoffice.org/download/download/
  • FreeOffice: Ein kostenloses Office-Paket der deutschen Firma SoftMaker, gratis für private und geschäftliche Nutzung. Es besteht aus TextMaker, PlanMaker und Presentations, also dem Gegenstück zu Word, Excel und PowerPoint. Wer mehr braucht, kann auf die kostenpflichtige Version SoftMaker Office wechseln. Sie bietet zusätzlich die Rechtschreib- und Grammatikprüfung von Duden, einen Thesaurus und eine Vorlesefunktion. Hier laden: https://www.freeoffice.com/de/
  • Collabora Office: Seit Februar gibt es Collabora Office Desktop gratis im Mac App Store. Es basiert auf LibreOffice und funktioniert genau wie die Online-Version von Collabora. Spannend finde ich, wer sonst noch auf Collabora setzt: Der Bund sucht nämlich gerade eine Alternative zur ganzen Microsoft-Welt, also zu Word und Excel, aber auch zu Teams und zur Dateiablage. Dazu testet er auf rund 3000 Arbeitsplätzen openDesk, eine europäische Open-Source-Lösung. Für die Textverarbeitung steckt dort Collabora dahinter. Mir gefällt das Design der Desktop-Version jedoch nicht sonderlich – es wirkt «klobig«. Hier laden: https://apps.apple.com/us/app/collabora-office-desktop/id6754639856
  • Apache OpenOffice: Vielleicht fragst Du Dich, was mit diesem Klassiker ist. Leider gibt es keine Version für die neuen Macs mit Apple-Chip. OpenOffice läuft dort nur über Rosetta, eine Übersetzungshilfe von Apple, die in rund einem Jahr eingestellt wird. Damit ist es keine echte Alternative zu Microsoft Office mehr.

Übrigens: Egal, für welche Alternative Du Dich entscheidest, Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien öffnen sich zuerst weiterhin mit Office oder Pages. Damit sich das ändert, legst Du Dein neues Programm einmalig für jedes Dateiformat (.docx, .xlsx, .pptx) als Standard fest. So geht es: Datei anklicken, cmd+I drücken, unter «Öffnen mit» das gewünschte Programm wählen und auf «Alle ändern» klicken.

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Mein Name ist Nora Rusterholz und ich wohne in Zürich. Seit ich mich erinnern kann, begeistern mich neue Technologien. Meinen ersten Mac besass ich bereits mit sechs Jahren. Ich bin mit dem Internet und Apple Produkten aufgewachsen und sehe mich als waschechte ‚digital native’. Nach mehreren Jahren in der Online-Kommunikation auf Agentur- und Unternehmensseite sowie einer Weiterbildung zur Web-Entwicklerin, habe ich mich mit Noerdli selbständig gemacht und bin heute meine eigene Chefin.