Am 14. September ist iOS 27 erschienen, und am Montag, 26. Oktober, hat Apple das erste grosse Zwischenupdate veröffentlicht, iOS 27.2. Die Version 27.1 gab es nur für das neue, faltbare iPhone Duo. Mit 27.2 laufen jetzt wieder alle iPhones mit der gleichen Version.
In diesem Beitrag zeige ich Dir, was sich mit iOS 27 auf Deinem iPhone verändert hat und worauf Du achten solltest. Neuerungen, die auf iPhone und Mac gleich sind, habe ich bereits im Beitrag zu macOS 27 beschrieben. Hier geht es um das, was nur Dein iPhone betrifft, auch um einige kleine, versteckte Dinge, die im Alltag erstaunlich viel Freude machen.
Das Wichtigste in Kürze
- iOS 27 läuft auf allen iPhones ab dem iPhone 11.
- Der Wecker hat endlich eine eigene Lautstärke.
- Kopieren und Einfügen geht jetzt mit einem einzigen Tipp.
- Der Sperrbildschirm lässt sich persönlicher gestalten.
- In Fotos findest Du Deine eigenen Aufnahmen schneller, und Diashows werden zu Videos.
- Das Telefon hilft bei Anrufen mit passenden Angaben, und FaceTime zeigt zwei Kameras gleichzeitig.
- Wer Siri AI einschaltet, öffnet die Mitteilungen neu über die linke obere Ecke.
Läuft iOS 27 auf Deinem iPhone?
Sehr wahrscheinlich ja. Apple hat dieses Jahr kein Gerät aussortiert. Jedes iPhone, auf dem iOS 26 lief, bekommt auch iOS 27. Diese Geräte sind dabei:
- iPhone 11 und alle neueren Modelle
- iPhone SE ab der zweiten Generation, also ab 2020
- das neue iPhone 18 Pro und das faltbare iPhone Duo
Welches Modell Du hast, siehst Du ganz einfach. Öffne die Einstellungen, tippe auf «Allgemein» und dann auf «Info». Dort steht der Modellname.
Für die Funktionen mit künstlicher Intelligenz braucht es allerdings mindestens ein iPhone 15 Pro, ein iPhone 15 Pro Max oder ein iPhone 16 und neuer. Auf älteren Geräten läuft das Update ganz normal, einfach ohne diesen Teil. Ich habe diese Funktionen im Text jeweils speziell erwähnt.
Die neue Siri versteht Dich besser
Die grösste Neuerung heisst Siri AI. Was sie kann und weshalb sie noch kein Deutsch spricht, habe ich im Beitrag zu macOS 27 beschrieben. Auf dem iPhone braucht Siri AI mindestens ein iPhone 15 Pro oder ein Modell ab dem iPhone 16. Ein paar Dinge gibt es aber nur auf dem iPhone.
Siri hat neu eine eigene App auf dem Home Bildschirm. In der Kamera gibt es ausserdem einen eigenen Siri Modus. Du richtest die Kamera auf etwas und stellst eine Frage dazu, zum Beispiel wie Ihr eine Rechnung im Restaurant aufteilt oder was auf einem Teller steckt.
In der EU ist Siri AI auf dem iPhone gesperrt, auf dem Mac dagegen nicht. Bei uns in der Schweiz läuft Siri AI auf beiden Geräten, weil wir nicht zur EU gehören.
Wenn Du Siri AI einschaltest, ändert sich eine gewohnte Bewegung. Wischst Du oben in der Mitte des Bildschirms nach unten, öffnet sich neu Siri. Deine Mitteilungen findest Du dann, wenn Du in der oberen linken Ecke nach unten wischst. Das braucht etwas Gewöhnung.
Aber auch auf dem iPhone habe ich die Siri App noch nicht und warte, bis sie auf Deutsch verfügbar ist.
Dein Sperrbildschirm wird persönlicher
Wie Apple das gläserne Design lesbarer gemacht hat und wo Du die Transparenz einstellst, steht im Beitrag zu macOS 27. Auf dem iPhone gilt das genauso. Dazu kommen neue Möglichkeiten für den Sperrbildschirm.
- Die Uhrzeit auf dem Sperrbildschirm lässt sich verkleinern, damit Dein Lieblingsfoto mehr Platz bekommt.
- Passt ein Foto nicht ganz auf den Sperrbildschirm, ergänzt das iPhone den fehlenden Rand. Mit Image Playground kannst Du Dir ein eigenes Hintergrundbild erstellen lassen. Beides geht nur auf iPhones mit Apple Intelligence.
Fotos, Telefon und FaceTime
Fotos
Die neuen Bearbeitungswerkzeuge und die Änderungen bei geteilten Alben habe ich im Beitrag zu macOS 27 beschrieben. Auf dem iPhone gibt es zusätzlich eine eigene Sammlung, die nur die Bilder zeigt, die Du selbst mit der iPhone Kamera aufgenommen hast. Ohne Bildschirmfotos und ohne weitergeleitete Bilder aus WhatsApp.
Diashows lassen sich jetzt mit eigener Musik und eigenem Tempo gestalten und als Video speichern. Ideal für einen Geburtstag oder ein Familienfest. Ausserdem kannst Du aus einem Video ein einzelnes Bild herausholen und als Foto sichern.
Telefon und FaceTime
Rufst Du bei bestimmten Firmen an, zeigt Dir das Telefon passende Angaben aus Deinen Apps an, etwa eine Reservationsnummer oder einen Bestätigungscode. Auch das braucht Apple Intelligence.
In FaceTime kannst Du neu die vordere und die hintere Kamera gleichzeitig zeigen. Dein Gegenüber sieht dann Dich und zugleich das, was vor Dir liegt, etwa den Garten oder die Enkelin beim Spielen. Senden kann diese Doppelansicht ein iPhone 17, iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max oder iPhone Air. Seit 27.2 funktioniert sie auch in Gruppenanrufen.
Kleine Helfer im Alltag
Neben den grossen Themen gibt es auf dem iPhone viele kleine Verbesserungen, die den Alltag angenehmer machen. Einige davon sind gut versteckt.
- Wecker: Wecker und Timer haben endlich eine eigene Lautstärke. Bisher hing der Wecker am Klingelton. Wer das iPhone tagsüber leise stellte, wurde am Morgen kaum geweckt. Öffne die Einstellungen, dann «Töne & Haptik» und «Wecker und Timer». Dort schaltest Du die Kopplung an den Klingelton aus und stellst die Lautstärke so ein, wie es für Dich passt.
- Kopieren und Einfügen: Wenn Du etwas kopierst, schlägt Dir das iPhone beim nächsten Schreiben direkt über der Tastatur vor, es einzufügen. Ein Tipp genügt, ohne langes Drücken und ohne Menü.
- Timer: Im Kontrollzentrum stellst Du den Timer jetzt direkt mit einem Schieberegler ein, ohne die Uhr App zu öffnen.
- Widgets: Ein Widget darf neu eine ganze Seite des Home Bildschirms füllen, zum Beispiel mit Wetter und Kalender auf einen Blick.
- Emojis: In der Emoji Tastatur hilft ein Rollbalken beim schnellen Suchen.
- Wallet: Karten und Tickets aus Papier lassen sich neu in Wallet übernehmen.
- AirPods: Mit einem eigenen Equalizer passt Du den Klang an Deine Ohren an.
- Health: Die Zyklusaufzeichnung unterstützt jetzt auch die Wechseljahre.
- Apple TV: Seit 27.2 bekommt jedes Familienmitglied ein eigenes Profil mit passenden Empfehlungen.
- HomePod: Hast Du einen HomePod, kannst Du seit 27.2 die Touchfläche sperren. So startet keine Musik mehr, nur weil jemand aus Versehen draufdrückt. Wecker und Timer lassen sich trotzdem weiter antippen.
- Bedienungshilfen: Auf iPhones mit Apple Intelligence bietet die Lupe eine kontrastreiche Ansicht und lässt sich mit normaler Sprache steuern. Ein verbesserter Lesemodus fasst Texte zusammen und übersetzt sie. Bei der Sprachsteuerung beschreibst Du einfach, was Du antippen willst, zum Beispiel «tippe auf das Zahnrad».
Mehr Schutz für Kinder
Die neuen Kinderschutzfunktionen gelten für iPhone und Mac gleichermassen. Ich habe sie im Beitrag zu macOS 27 beschrieben. Neu auf dem iPhone ist, dass Du beim Einrichten eines Kinderkontos genau auswählst, welche Apps Dein Kind oder Enkelkind nutzen darf.
Spürbar schneller
Auch auf dem iPhone hat Apple viel Arbeit in Tempo und Zuverlässigkeit gesteckt. Davon profitierst Du auch ohne künstliche Intelligenz und auf älteren Modellen.
Neue Fotos erscheinen nach dem Fotografieren rascher in der Mediathek. Und wenn Du unterwegs das WLAN verlässt, wechselt das iPhone reibungsloser ins Mobilfunknetz. Gerade beim Verlassen der Wohnung bricht ein Anruf oder eine Seite so seltener ab.
Was noch fehlt
Eine angekündigte Neuerung für das iPhone lässt auch nach dem Update 27.2 noch auf sich warten. Die neue Health App war in den Testversionen schon zu sehen, wurde dann aber wieder entfernt. Apple plant sie für später in diesem Jahr.
Soll ich jetzt aktualisieren?
Wenn Dein iPhone kompatibel ist, kannst Du jetzt gut aktualisieren. Bedenke aber, dass es danach keinen Weg zurück zu iOS 26 gibt.
So gehst Du vor:
- Mach zuerst eine Sicherung in iCloud oder prüfe, ob die letzte aktuell ist.
- Schliesse Dein iPhone an den Strom an und verbinde es mit dem WLAN.
- Öffne die Einstellungen, dann «Allgemein» und «Softwareupdate».
- Plane etwa eine halbe Stunde ein und lass das iPhone in Ruhe arbeiten.
In den ersten Tagen nach dem Update kann der Akku schneller leer werden und das iPhone etwas warm werden. Das ist normal, weil im Hintergrund noch Fotos und Daten neu sortiert werden. Nach ein paar Tagen legt sich das wieder.
Und wenn Du unsicher bist oder Dir jemand beim Umstieg zur Seite stehen soll, melde Dich gerne bei mir. Gemeinsam schauen wir uns Dein iPhone an und richten alles so ein, dass es für Dich passt.

